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Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus?

von Stiftung Grundeinkommen,
Foto: Neil Godding/Unsplash

Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern unsere Vorstellung von Arbeit. Fragt sich nur: Wo geht die Reise hin? Und wie könnte ein Grundeinkommen uns dabei helfen? Der vierte Teil unseres Podcasts zum Grundeinkommen mit Lars Gaede, Journalist und Experte für das Phänomen New Work.

06. April 2020

Ob künstliche Intelligenz, Automatisierung oder digitale Geschäftsmodelle: Die Zukunft der Arbeit ist längst da. Was bedeutet das für unsere Definition von Arbeit? Welche Job-Fähigkeiten benötigen wir künftig – und wie könnte ein Grundeinkommen helfen, die Transformation zu gestalten? Antworten und Denkanstöße gibt im vierten Teil unseres Podcasts zum Grundeinkommen Lars Gaede. Der Journalist richtet als Mitgründer der Agentur Work Awesome jährlich eine Konferenz gleichen Namens aus, die sich mit Trends und Prognosen der Arbeitswelt beschäftigt.

Der Podcast mit Gaede in drei wichtigen Sätzen:

„Wenn du in New York fragst, und, was ist so eure Vorstellung von New Work – dann gucken dich die Leute schräg an und wissen nicht, wovon du sprichst.“

New Work ist nicht gleich New Work. Der Begriff erfreut sich vor allem in Deutschland Beliebtheit – weil er sich strategisch vielfältig einsetzen lässt. Die einen verstehen darunter, dass ihre Arbeit künftig sinnvoll und gesellschaftlich relevant sein muss, die anderen, dass Stechuhren abgeschafft werden. Dabei, das darf man nicht vergessen, hatte auch unsere alte Arbeitswelt ihr Gutes. So beugen geregelte Arbeitszeiten Selbst- und Fremdausbeutung vor.

„Das ist ja nicht die erste technologische Revolution, der wir zuschauen.“

Ob industrielle Revolution oder Erfindung des Computers: Historisch gesehen führt ein technologischer Wandel nicht automatisch zu Massenarbeitslosigkeit. Inwiefern sich die Geschichte auch bei der derzeit stattfindenden Automatisierung von Arbeit wiederholen wird, muss sich zwar noch zeigen. Absehbar scheint aber, dass der Wandel temporär Probleme für Beschäftigte mit sich bringen wird. Ein Grundeinkommen könnte ihnen möglicherweise für diese Zeit als Puffer dienen und bei der Fortbildung helfen.

„Wenn die Maschinen uns Menschen zwingen, menschlicher zu werden, ist das eine ganz interessante Entwicklung.“

Trotz zunehmender Digitalisierung und Automatisierung bleiben uns Menschen noch genug Felder, auf denen wir Maschinen überlegen sind. Wir verfügen zum Beispiel über Empathie und echte Kreativität, kommen ständig auf neue Ideen und können um die Ecke denken. Damit verfügen wir eigentlich schon über die Skills, die wir in Zukunft noch mehr brauchen werden – wir müssen sie nur schärfen.

Mansour Aalam, Geschäftsführer der Stiftung Grundeinkommen und Host des Grundeinkommen-Podcasts „Die Rechnung geht auf uns“.
Foto: Markus Burke
Lars Gaede ist Journalist, unter anderem für das SZ Magazin, Die Zeit und das ZDF. Als Spezialist für plattformübergreifendes Storytelling beschäftigt er sich mit der Zukunft der Arbeit und hat die Agentur Work Awesome mitgegründet.
Foto: Alexandra Kern
  • Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? (Folge 04)
  • „Die Rechnung geht auf uns“: In dieser Serie spricht Mansour Aalam von der Stiftung Grundeinkommen mit wechselnden Gästen über ein Thema rund ums Grundeinkommen, auf der Suche nach spannenden Gedanken und möglichen Antworten. Lässt sich mit einem Grundeinkommen unsere Gesellschaft verbessern?
  • Host: Mansour Aalam, Stiftung Grundeinkommen
  • Gast: Lars Gaede
  • Redaktion: Laura Selz
  • Konzept und Produktion: Nansen & Piccard
  • Länge: 22:50
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Die Rechnung geht auf uns – Lässt sich mit einem Grundeinkommen unsere Gesellschaft verbessern? Mansour Aalam von der Stiftung Grundeinkommen spricht mit wechselnden Gästen über ein Thema rund ums Grundeinkommen, auf der Suche nach spannenden Gedanken und möglichen Antworten. Zu Gast: Lars Gaede.

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