Impuls #03

Sozioökonomische Schieflage an den bayerischen Wahlurnen

Veröffentlicht: 09/2022
Ansprechpartnerin: Melika Gewehr

Anhand anschaulicher Karten und Grafiken verdeutlicht und erklärt unser Impuls die demokratische Schieflage an den bayerischen Wahlurnen bei der Landtagswahl 2018 wie auch bei der Bundestagswahl 2021.

Exemplarisch für die demokratische Schieflage steht der Wahlkreis Schweinfurt: Die kreisfreie Stadt hatte bei der Landtagswahl 2018 mit 58,38 % zum einen die geringste Wahlbeteiligung in ganz Bayern (ca. 14 Prozentpunkte unter dem landesweiten Schnitt von 72,3 %), zum anderen aber mit 5,6 % die zweithöchste Arbeitslosenquote in Bayern. Mit € 21.379 lag das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen auf dem viertniedrigsten Platz.

In Starnberg, der Stadt mit der höchsten Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl 2018, war die Wahlbeteiligung um über 20 Prozentpunkte höher (80,07 %); die Arbeitslosenquote betrug hier 2,5 % und das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen war (und ist) das landesweit höchste mit € 37.934.